Bollywood Fanfiction

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 Taxi - Chaos auf den Straßen von Mumbai

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Naina1986
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BeitragThema: Taxi - Chaos auf den Straßen von Mumbai   Do 1 Aug 2013 - 10:22

Ich habe diese KG bereits länger aufem PC und will sie euch nicht vorenthalten. Wer den Film Taxi kennt wird seeeehr großen Ähnlichkeiten finden. Wer ihn nicht kennt, kann sich einfach über zwei totale Chaostypen kaputtlachen  

***************

„Ich bin auf Position, Chef.“ Der junge Inder hielt sein Walkie Talkie vor die Lippen und lief durch einen Hotelflur. „Ja wo sind Sie denn, mein kleiner Shekar?“ Die Tür öffnete sich genau vor Shekar's Nase und somit lief er krachend in sie hinein. Er hielt sich sofort die Nase während er umfiel. „Aber mein kleiner Shekar, was machen Sie denn da unten?“ blickte sein Chef ihn verwirrt an. „Nur rumliegen, Chef.“ hielt er sich die Nase weiterhin während er aufstand. „Na kommen Sie, bummeln Sie nicht. Wir müssen diesen Mann überführen.“ „Aber Chef, der Mann soll nur ins Stadion gebracht werden.“ „Genau das meinte ich doch, mein kleiner Shekar.“ Sein Chef griff ihm unter den Arm und zog ihn in eine Suite wo ein bekannter Spieler auf sie wartete. „Es ist mir eine Ehre Sie kennen zu lernen.“ reichte Shekar ihm die Hand. „Genug der Formalitäten. Wir müssen los und ihn abliefern.“ Shekar schüttelte nur mit dem Kopf und folgte den Beiden in die Autos.
Sie fuhren noch keine 100 Meter als der Streifenwagen vor ihnen stoppte und da ihr Chauffeur, seinen Führerschein wahrscheinlich in der Lotterie gewonnen hatte, krachte er auf das Heck des vorderen Wagens. „Was ist denn jetzt schon wieder los?“ donnerte Anupam auf das Armaturenbrett. „Chef, da geht es nicht voran.“ stellte Shekar fest. „Ich muss zu dem Spiel.“ „Mein kleiner Shekar, was soll ich denn machen? Wir brauchen ein Wunder.“ meinte Anupam aufgebracht. „Oder ein Taxi.“ grinste Shekar und wählte eine bekannte Nummer.

Er kurbelte gerade das Fenster runter als ein weißes Taxi auf sie zuraste. „Sie haben jetzt auch schon Taxis bei der Polizei?“ wollte der Spieler wissen. „Der gehört eher zur Luftwaffe.“ meinte Shekar trocken. Mit einer Vollbremsung und 180 Grad Drehung stoppte das Taxi genau neben ihnen. „Mumbaier Express, zu Ihren Diensten.“ lehnte sich ein attraktiver Inder zum Fenster heraus. „Oh Allah, dich schickt der Himmel. Kannst du uns in 20 Minuten zum Stadion bringen?“ „Da kann ich ja noch in Ruhe mein Sandwich essen.“ zog Anil eine Augenbraue in die Höhe. Hinten waren die Fenster geöffnet und somit schlüpfte der Spieler galant ins Auto. Bei Shekar sah es etwas unbeholfen aus. „Dann kann ich sofort meine neue Investition testen.“ Anil drückte ein paar Schalter und sie bemerkten wie das Auto sich anhob. „Ui neue Reifen?“ blickte Shekar nach draußen. „Ach nur kleine 26 Zoll. Standard.“ zuckte Anil mit den Schultern, während er weiter in sein Sandwich biss. Er wechselte das Steuerrad während Shekar sich anschnallte. „Kann ich mich im Auto umziehen?“ wollte der Spieler wissen. „Versuchen können Sie es immer.“ hielt sich Shekar an der Tür fest. „Ladies and Gentlemen. Ready to take off.“ Und somit trat Anil aufs Gaspedal. Mit quietschenden Reifen brausten sie durch die Straßen von Mumbai.

Wenig später in einem Parkhaus. „Du musst da lang!“ fuchtelte Shekar vor Anil's Nase rum. „Wenn du mir schon so kommst, kann es ja nur schief gehen. Seit 10 Minuten sagst du mir da lang und wir fahren immer nur im Kreis.“ schnaubte Anil. „Ich kenn mich hier aus. Wir haben damals Mutter Teresa hier eskortiert. Wir brauchten eine Woche um Anupam wieder zu finden.“ „Wir folgen jetzt meinem Gefühl und fahren in die andere Richtung.“ Anil riss das Steuer herum.
„Wenn er in einer Minute nicht hier ist, pfeife ich das Cricket Spiel ohne ihn an.“ meinte der Schiedsrichter. Doch wie auf's Stichwort, raste ein weißes Taxi auf das Feld. Unter tosendem Applaus stieg der Spieler aus. Und das Spiel konnte beginnen. „Hier hat man ja ne bessere Aussicht als vor der Glotze.“ lehnte sich Anil hinaus. „Sie fahren jetzt sofort runter vom Platz oder ich muss Sie verweisen.“ trat ein Schiedsrichter an das offene Fenster. „Ist ja gut.“ schmollten beide und fuhren vom Feld.

Der Rest der Schicht verlief ruhig obwohl ein riesen Fall gelöst werden sollte. Jedoch fehlten sämtliche Spuren. Und das Schlimmste war, dass der Besuch des japanischen Ministers bevor stand. Shekar war nach Hause gegangen und schlummerte seelenruhig in seinem Bett als ein Alptraum ihn aufwachen ließ. Er schnellte hoch. Total im Delirium stand er auf und torkelte in die Küche. Völlig geistesabwehrend steckte er sich die Zigarette falsch in den Mund und hielt seinen Kopf unter den laufenden Wasserhahn. Erst jetzt merkte er, dass die Zigarette sich mit Wasser vollsog. „Shekar? Was machst du da?“ fragte eine verschlafene Frauenstimme. „Bleib liegen, Ishika.“ beruhigte er die Frau an seiner Seite. Während er mit ihr sprach, fing er an sich anzuziehen. „Kannst du wieder nicht schlafen?“ „Seit 8 Monaten kann ich nicht mehr schlafen. Seit diese Bande von Weihnachtsmännern aufgetaucht ist. Es kann doch nicht sein, dass hier in Mumbai keinem diese Weihnachtsmänner auffallen. Besonders im Sommer und jetzt ist bald Weihnachten und man wir leben in Indien, da dürften Weihnachtsmänner nicht an der Tagesordnung sein.“ beschwerte er sich. „Vor Weihnachten muss ich unbedingt noch mit dir reden.“ wollte Ishika ihm über den Arm streifen doch er ließ sich nicht beirren. „Du hast vollkommen Recht. Das ist unmöglich.“ „Ich jedenfalls weiß dein Weihnachtsgeschenk schon.“ lächelte sie. „Ja genauso machen wir es.“ Er stand auf und zog sich sein Sakko an. „Wo willst du hin?“ „Na ins Büro.“ „Um 3 Uhr nachts?“ „Da ist weniger Stau auf den Straßen. Wir sehen uns später.“ Er öffnete eine Tür, ging hinein umso gleich wieder heraus zu kommen. Er war im Wandschrank gelandet.

Währenddessen wurde eine junge Frau wach, weil sie Geräusche hörte. Sie wickelte sich das Laken um ihren Körper und schlich die Treppen hinunter. Sie konnte nur die Füße unter dem Auto erkennen. „Hallo Mister ich hätte gerne einen Termin.“ schlug sie mit der flachen Hand auf die Haube vom Auto. „Pooja, Engelchen. Warum bist du denn nicht im Bett?“ schob sich Anil unter dem Auto hervor. „Weil mein Freund meint, mitten in der Nacht an seiner Rostlaube rumzuschrauben.“ Er wollte ihr über die Wange streifen doch sie entzog sich ihm. „Nein, fass mich nicht mit deinen ölverschmierten Pfoten an. Sonst muss ich wieder ne Stunde mit dem Küchenteufel schrubben.“ „Wer ist denn der Küchenteufel?“ „So ein Ding aus Stahlwolle zum Abwaschen.“ „Ich mach das hier nur schnell fertig und dann komm ich ins Bett.“ versuchte Anil sie zu besänftigen. „Nein mein Freund. Danach benutzt du Waschbenzin und wartest mindestens eine Stunde bis der Gestank verflogen ist während andere Leute dann aufstehen um zur Arbeit zu gehen.“ „Warum bist du denn jetzt so sauer? Willst du lieber, dass ich mich vor den Fernseher klemme?“ „Wir haben keinen Fernseher!“ „Das zählt nicht.“ „Wir haben keinen Fernseher, keine Gardinen, keine Vasen wo man Blumen reinstellen kann… Blumen sind so buntes Gemüse vom Friedhof. ABER wir haben einen Kühlschrank, sind zwar keine Lebensmittel drin, aber wir haben einen Kühlschrank. UND wir haben eine Garage! Ich hab die Schnauze voll, dass ich mir meinen Kleiderschrank mit Reifen teilen muss.“ „Pooja, geh ins Bett. Ich komm gleich nach.“ Wütend stampfte sie davon während Anil am Waschbenzin roch. „Ich weiß nicht was sie hat. Riecht doch gut.“ zuckte er die Schultern.

Shekar war über seinen Papieren eingeschlafen als Dev, einer seiner Kollegen, in sein Büro kam. „Alter du siehst aus als hättest du…“ er fing leise an zu zählen. „… 20 Jahre geschlafen.“ Er zeigte auf das Papier, welches an Shekar's Wange hing. „Ist wie bei Bäumen die Jahresringe.“ „Hey Jungs. Ich hab gerade super frische Ware reinbekommen.“ wedelte ein anderer Kollege in der Tür. „Rajiv… ich nehme…“ Dev blickte zu Shekar, der eine Augenbraue in die Höhe zog. „Nein, so was geziemt sich nicht.“ „Dann eben nicht.“ Die Tür knallte zu umso gleich wieder aufzugehen. „Und wie wäre es mit Koks?“ „RAJIV!“ „Wir arbeiten nicht in einem Polizeirevier sondern in einem Affenzirkus.“ donnerte Shekar drauf los. „Du brauchst Frühstück.“ beschloss Dev und zog ihn mit sich.

Wenig später saßen sie in der Sonne und frühstückten. Shekar haute richtig rein. „Du hast ja Hunger wie ein Wolf.“ grinste Dev. „Ich hab seit Tagen nicht mehr gegessen. Ich denke nur an diese verdammte Bande.“ sprach Shekar mit vollem Mund. Dann fiel sein Blick plötzlich auf einen Weihnachtsmann, der jedoch mehr als mürrisch, Zettel verteilte. Das Kostüm war ihm viel zu klein und dann fiel aus seinem Anzug eine Waffe heraus. Shekar erblickte genau in diesem Moment auch noch einen Geldtransporter. Er sprang auf und schüttete Dev den Kaffee über die Hose. „Verdammt!“ biss dieser die Zähne zusammen. Unauffällig schlich Shekar dem Weihnachtsmann hinterher um ihn dann einfach zu Boden zu reißen indem er ihm auf den Rücken sprang. Sofort wurde der falsche Weihnachtsmann geknebelt und ihm wurden Handschellen angelegt. Der Weg führte sie zum Revier.

„Setz ihn dahin, Dev.“ Shekar nahm auf dem Sessel seines Chefs Platz. „Jetzt sag mir doch mal wo du die Knarre her hast? Das ist nämlich eine Polizeiwaffe.“ schwenkte er die Waffe hin und her. Doch der Weihnachtsmann zuckte nur mit den Schultern. „Ach Dev, ich glaube er sucht eine Telefonnummer.“ Sofort eilte Dev zum Regal, schnappte sich ein Telefonbuch und donnerte es ihm gegen den Kopf. „Und? Hat das jetzt dein Gedächtnis aufgefrischt?“ fragte Shekar. Wieder nur ein Schulterzucken. Dev setzte wieder an und wieder knallte er dem Typen das Telefonbuch gegen den Kopf. „Ich geb jetzt einfach die Nummer von der Dienstwaffe in unser System ein und dann sehen wir welcher Pfeife er die Waffe abgenommen hat.“ Das Programm suchte und spuckte schlussendlich Anupams Namen aus. „Der Typ hat die Waffe unserem Chef abgenommen.“ wunderte sich Shekar. „Wie hast du das geschafft?“ „Vielleicht kann er nicht antworten weil sein Mund zugeklebt ist?“ Shekar stand auf und riss das Klebeband vom Mund des Mannes. Sofort erstarrten die Gesichter. Es war ihr eigener Chef. „Aber Chef, warum haben Sie sich als Weihnachtsmann verkleidet?“ hielt sich Shekar die Hand vor den Mund. „Weil ich mich in die Bande einschleusen wollte, aber wie üblich haben Sie es vereitelt. Aber keine Sorge, mein kleiner Shekar, ich habe auch schon bereits ein Kostüm für Sie. Mit Mütze und Knüppel mit dem Sie in Zukunft den Verkehr regeln können. Und jetzt schließen Sie die Handschellen auf!“ meinte Anupam ruhig. „Das sind Dev's Handschellen.“ Doch dieser war schon längst aus dem Büro verschwunden.

Anil machte währenddessen eine andere Entdeckung. Und zwar einen Schwangerschaftstest. Leider wusste er nicht was es war. Er wusste nur er musste zur Apotheke. Mit quietschenden Reifen und perfektem Parken stoppte er genau vor der Apotheke. „Können Sie mir sagen was das zu bedeuten hat?“ wollte er vom Apotheker wissen. „Moment, ich sehe mal nach um welche Marke es sich handelt.“ Währenddessen bemerkte Anil wie eine Politesse ihm einen Strafzettel an die Scheibenwischer kleben wollte. Er drückte einen Knopf auf seinem Schlüssel und schon gingen die Scheibenwischer an. Noch ein Knopf und die Wasserspritze machte sich selbstständig. Plötzlich gingen auch noch die Blinker und die Alarmanlage los. Die Politesse nahm reis aus während Anil sich vor Lachen krümmte. „Warten Sie, ich rufe meine Tochter. Sie kennt jedes Produkt in und auswendig. Anjali? Was ist das?“ hielt der Apotheker seiner Tochter den Schwangerschaftstest unter die Nase. „Papa, ich kann wirklich nichts dafür. Ich hatte nichts dabei um mich zu schützen.“ „Was? Aber Engelchen, du kannst dir so viele Präservative nehmen wie du brauchst.“ „Aber Papa, du hattest seine Größe nicht.“ „Wer ist es?“ „Das weiß ich doch nicht. Ich war betrunken.“ Anil verließ den Laden bevor er vor Lachen zu platzen drohte.

Schnell erreichte er das Haus von Poojas Eltern. Er wollte es aus ihrem Mund hören.

Shekar lag mit dem Kopf auf seinem Bürotisch und konnte nicht glauben was ihm gerade passiert war. „Kann ich mit dir reden?“ streckte Ishika ihren Kopf durch die Tür. „Mädchen willst du mir jetzt auch noch eins reindrücken? Kann das nicht warten bis zu Hause?“ „Zu Hause redest du nur von der Arbeit also dachte ich mir, dass ich hier auf Arbeit über zu Hause reden kann.“ „Ich hab jetzt echt nicht die Nerven dafür.“ „Shekar ich bin schwanger.“ platzte es aus Ishika heraus. „Du bist… Ich meine… ich werde… oh Mann. Wie ist das passiert? Ich meine, ich weiß schon wie das passiert ist. Seit wann?“ „Seit 8 Monaten.“ zeigte sie auf ihren gewölbten Bauch. „8 Monate?!?! Aber ich hätte das doch bemerken müssen… dafür sind die schönen dicken Dinger so dick.“ blieb sein Blick an ihren Brüsten hängen. „Ich hab dir überall Ultraschallbilder hingehängt.“ erklärte sie weiter. „Willst du es denn behalten?“ „Selbst wenn nicht, wäre es etwas spät sich um zu entscheiden.“ „Ich werde Papa…“ und zack war er vom Stuhl gefallen.

Das Meeting mit Anupam und der ganzen Mannschaft bekam Shekar nur noch halb mit. „Der japanische Minister kommt bald zu Besuch. Er kommt heute an und wir haben einen kleinen Parcours für ihn vorbereitet. Ich will keine Pannen. Es gibt keine Krankenscheine, keinen Urlaub und auch selbst dann nicht wenn jemand stirbt. Habt ihr das verstanden?“ „Ja Chef!“ ertönte es ihm Chor. „Wann kommt der Minister denn an?“ fragte Dev. „Um 14 Uhr.“ „Aber Chef, wir haben 5 vor 2!“ zeigte Dev auf die Uhr an der Wand. „ALARM! ALLES IN DIE WAGEN!“ Draußen begegneten sie Anil, der sofort dazu verdonnert wurde, den Minister mit abzuholen. Er wollte eigentlich zu Shekar und sich mit ihm über den Schwangerschaftstest von Pooja unterhalten. Aber das musste warten.
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Naina1986
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BeitragThema: Re: Taxi - Chaos auf den Straßen von Mumbai   Mo 19 Aug 2013 - 14:00

„Shekar, was mach ich eigentlich jetzt hier?“ trat Anil genervt von einem Fuß auf den Anderen. „Das ist toll.“ blickte Shekar geistesabwesend durch die Gegend und lächelte dabei wie blöd. „Ich rede mit dir.“ zischte sein Freund. „Es ist einfach Wahnsinn.“ grinste Shekar wieder. „Hey Dev! Was hat er?“ zeigte Anil auf seinen Freund. „Ich glaub, Ishika hat ihm endlich erzählt, dass sie schwanger ist.“ zuckte Dev mit seinen Schultern. „Ishika ist schwanger?“ fragte Anil erstaunt. „Es ist wundervoll.“ „Alter, komm mal wieder zu dir!“ schlug ihm Anil kurzerhand in den Nacken.
„Mein kleiner Shekar und Anil. Kommt her und begrüßt die beiden Herrn Minister.“ trat Anupam an die beiden Jungs heran. Auch Ishika, welche nun neben den Ministern auftauchte, begrüßte alle herzlich. Den Minister sogar auf Japanisch. „Liebste Ishika, Sie sprechen perfekt japanisch? Warum haben Sie nichts gesagt? Wie steh ich denn jetzt da vor dem Dingsta?" fragte Anupam mehr als verwirrt. „Aber das steht doch in meiner Akte. Direkt hinter meinen Maßen." lächelte sie ihn an. „Da muss ich wohl aufgehört haben zu lesen...“ Er wand sich mit rotem Kopf ab um sich der Präsentation des neuen Polzeiautos zu widmen. Mit höchster Motivation erklärte er die Funktionen des Wagens.
„Der Wagen lässt sich per Stimme starten. Ninja...“ flüsterte Anupam dem Fahrer zu und schon ertönte der Motor. „Natürlich denken wir auch an die Sicherheit. Es gibt zwei Airbags vorne, zwei hinten sowie drei an der Seite. Absolut sicher.“ schlug er mit der flachen Hand aufs Dach, doch dies war keine guten Idee. Schneller als die Augen folgen konnten, gingen alle Airbags mit einem lauten Knall auf und schlugen den Fahrer kurzerhand K.O. Alles schrie durcheinander und eilte zu dem Verletzten, der anschließend aus dem Wagen gefischt wurde. „Verdammt.“ fluchte Anupam doch sofort fiel sein Blick auf Anil. Dieser blickte verwirrt hinter sich. „Mein kleiner Anil, Sie müssen für mich einspringen.“ kam Anupam auf ihn zu. „Ich? Was?“ doch er hatte keine Chance. Anupam zog ihn einfach an der Schulter mit sich.

„Ziehen Sie das an.“ hielt er Anil ein Sakko hin. „Das geht nicht. Ich muss beim Fahren bequem sitzen.“ wollte Anil sich heraus reden. „Da müssen Sie nicht bequem sitzen. Die Kiste zu fahren ist kinderleicht.“ Anil zog das Sakko an und beugte sich in den Wagen. Sofort riss das Sakko am Rücken. „Sehen Sie?“ grinste er. „Das sieht man beim Fahren nicht. Einsteigen. Ninja.“ Anil nahm hinter dem Steuer Platz während der Motor aufheulte.
„Hübscher kleiner Wagen aber wie macht man ihn wieder aus?“ „Ganz einfach. Da sagt man einfach Dingsta.“ Sofort erlosch das Motorgeräusch. „Ninja.“ grinste Anil. „Also der Auftrag ist ganz einfach. Wir haben einen kleinen Parcours aufgebaut, einen Terrorparcours.“ „Sie wollen ein bisschen angeben was?“ „Ja, wir wollen ein bisschen angeben. Es soll ihn beeindrucken, den Dingsta.“ „Ninja.“ „Egal was passiert nicht in Panik ausbrechen. Der Dingsta…“ sofort stoppte das Auto wieder. „Ninja.“ grinste Anil wieder. Anupam verdrehte stattdessen die Augen. „Können Sie aufhören mit dem Auto zu spielen während ich mit Ihnen rede?“ „Aber ich mache doch nichts. Sie sagen immer wieder Dingsta.“ Auto aus. „NINJA!“ riefen beide gleichzeitig. Die Fahrt konnte losgehen.

Alles lief einwandfrei. Sie meisterten die erste Etappe an der eine Schießerei demonstriert wurde. Langsam fuhr Anil weiter während der japanische Minister mit seinem Dolmetscher sprach. „Der Minister sagt, dass Sie ausgezeichnet fahren.“ „Das ist kein Fahren, das ist Stillstand. Und man hört gar nichts vom Motor. Das stresst mich. Ich muss mit dem Motor sprechen, und hier hör ich nicht was er sagt.“ Er bog in eine Straße ein und sein Blick fiel auf zwei Laster. „Kommissar? Ich glaube hier stimmt was nicht.“ sprach er ins Funkgerät. „Hier stimmt alles. Fahren Sie weiter.“ gab Anupam zurück. „Aber das sieht verdächtig nach einer Falle aus.“ „Hier ist keine Falle auf dem Plan. Also weiter.“ Anil tat wie ihm befohlen. „Bitte, wie Sie es sagen.“ „Ich weiß was ich sage.“ nuschelte Anupam sich in den nicht vorhandenen Bart. Doch weit kam Anil nicht.
Ihm kam ein anderer Lastwagen entgegen. Versperrte ihm somit den Weg. Und dann ging alles blitzschnell. Stangen schossen hinter ihnen aus den Lastwagen. Alle blickten sich um. „Na sieh mal einer an? Eine Falle.“ grinste Anil als er wieder nach vorne sah. Eine Kralle traf das Dach und schnitt es auf wie eine Büchse Dosensuppe. Und noch viel schneller war der japanische Minister aus dem Auto. Er flog an einem Seil nach oben und landete in einem Spanntuch. Gut verpackt, wurde er ins Auto verfrachtet und schon war nur noch Staub zu sehen. Anil lehnte sich zum Fenster heraus und pfiff grinsend. „Starke Nummer.“ Verwirrt blickte er auf das kaputte Dach. „Oh, bin ich froh, dass wir nicht mit meinem Taxi gefahren sind.“ Anupam eilte aus dem Wagen. „Was ist denn hier passiert? Und wo ist der Dingsta?“ Das Auto ging aus. „Ein Rudel Ninjas…“ Der Wagen ging wieder an. „… ist aufgetaucht und der Minister pfffft.“ zeigte Anil nach oben. „Was heißt hier pfffft? Der Typ ist doch nicht einfach abgeschwirrt.“ „Oh doch und bei der Wahnsinnsgeschwindigkeit, die er drauf hatte, kreist er inzwischen um den Mars.“ Anil lachte sich fast einen ab. Anupam blickte sich verwirrt umher. „Funken Sie doch ihren Atlassatelitten an. Da ist er gerade vorbei geflogen.“ „GROßALARM!“ sofort wurde Shekar angefunkt, der an einem anderen Treffpunkt wartete. „Shekar, der Minister ist weggeflogen!“ „Der Minister!? Welcher!?“ „Der wertvolle, japanische! Was sollten die mit unserem anfangen? Ein Desaster!“

Die Truppe fuhr hoch zu der Stelle wo die Autos standen. Die Spurensicherung traf auch wenig später ein. Sie untersuchten die Reifenspuren und es dauerte ewig. „Und was haben wir?“ fragte Anupam. „Es handelt sich definitiv um Reifenspuren.“ stellte einer der Spurensicherung fest. „Reifenspuren! Und dafür tänzelt ihr seit einer halben Stunde hier rum?“ schrie er drauf los. Anil lehnte lässig am Auto als auch Shekar eintraf. „Wie der Minister ist weg?“ fragte er seinen Freund. „Ja, die Aktion war hammergeil. Dach auf und Minister wusch... abgeflogen.“ zeigte Anil in den Himmel. „Wie kann er wegfliegen?“ „Ja, das versuchen deine Freunde da rauszufinden.“ grinste Anil. Sogar der Kommandant der Armee tauchte auf um sich an der Sache zu beteiligen. „Ah Anil. Du auch hier?“ kam er auf die beiden Jungs zu. „Ja, mein Kommandant. Wie geht es Pooja?“ fragte Anil. Der Kommandant war kein Geringerer als Pooja's Vater. „Ihr geht es sehr gut. Allerdings hat sie ein paar Stimmungsschwanken.“ Wahrscheinlich wusste er noch nichts von seinem Glück als zukünftiger Großvater.

Zeitgleich klingelte auch schon Anil's Handy. „Hallo kleine Pooja.“ begrüßte er seine Freundin. „Anil. Ich brenne wie ein Weihnachtsbaum. Komm sofort her und lösch das.“ zickte sie sofort am anderen Ende der Leitung. „Aber Pooja, ich kann hier noch nicht weg.“ „Dann muss ich eben einen Feuerwehrmann rufen.“ zickte sie weiter. „Ihre Tochter möchte mit Ihnen reden.“ hielt er dem Kommandant das Telefon hin. „Pooja-Engelchen, Anil kann hier nicht weg. Er muss uns mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wir brauchen hier gerade jeden Mann.“ „Ja Papa.“ kam kleinlaut von seiner Tochter. Anil war indessen schon an die Reifenspuren herangetreten und kniete sich mit Shekar daneben. Anil rieb mit seinem Finger über die Spuren. „Und was denkst du?“ fragte Shekar. „Ich kann noch nichts genaues sagen aber die Wagen schienen ganz neu zu sein. Solche Mercedes habe ich noch nicht gesehen.“ Anil rieb sich die Finger mit den Reifenspuren. Shekar tat es ihm gleich. Anil roch dran, so tat es Shekar. Anil rieb sich an der Nase und auch Shekar tat es. „Nach was riecht das?“ „Nach Reifen.“ „Du bist so blöd. Nach neuen Reifen und Fisch.“ „Fisch?“ Shekar roch noch einmal an seinen Fingern. „Wo kriegt man neue Reifen und Fisch?“ „Im Geschäft.“ Anil verdrehte die Augen. „Als die Intelligenz verteilt wurde, warst du auch gerade auf dem Klo, oder? Am Hafen natürlich.“ „Natürlich.“ schlug sich Shekar gegen die Stirn.

Die Beiden stiegen in den demolierten Wagen um Anil's Taxi abzuholen. Vor der Polizeiwache kam eine junge Chinesin auf sie zu. Sie trug die Uniform einer Hostess. Anil kannte sie. Sie war ihm bereits am Flughafen aufgefallen und in der Apotheke. Er konnte schon fast sagen, dass sie ihn verfolgte. „Sind Sie noch frei?“ fragte sie. „Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass Sie mich verfolgen.“ verschränkte der Taxifahrer seine Arme vor der Brust. „Ertappt. Ich bin Geheimagentin und hier um den Minister zu befreien. Jedoch kann ich das nicht ohne ihre Hilfe. Ich brauche jemanden mit ihrem Fahrstil.“ „Das erste Mal, dass jemand das freiwillig sagt.“ grinste Shekar. „Der Minister wird in einer Lagerhalle gefangen gehalten. Wir müssen so schnell wie möglich dahin um das Schlimmste zu verhindern. Die chinesische Gang will den Minister hypnotisieren um durch ihn eine Bombe zu zünden und das auf der Parade der Polizei.“ „Na das ist ja mal ein Ding. Dann nichts wie hin.“ „Aber die Straßen sind gesperrt. Wir kommen niemals durch den Verkehr.“ erklärte Shekar jammernd. „Ich hab da ne Idee. Der liebe Kommandant kann mir bestimmt helfen.“ Und schon wählte Anil die Nummer. „Mein kleiner Anil. Wie kann ich dir helfen?“ „Wir brauchen sofort einen Helikopter oder Flugzeug. Egal was. Hauptsache es trägt mein Taxi sicher in die Lüfte.“ „Da kann ich dir helfen. In 10 Minuten sind wir startklar.“

Keine 15 Minuten später schwebten die Drei in Anil's Taxi hoch über den Wolken. Shekar war mehr als angspannt. Krampfhaft krallte er sich an die Tür. „Wenn du fertig bist meine Griffe abzureißen, sagst du Bescheid.“ blickte Anil zu seinem Freund hinüber. „Autos sind dazu gedacht auf der Straße zu fahren und nicht in der Luft zu schweben.“ keuchte Shekar. „Stell dich nicht so an. Was soll schon schief gehen?“ Und genau in diesem Moment, riss eines der Seile welches den Wagen mit dem Fallschirm verband. „Wir werden alle sterben!“ schrie Shekar. „Jetzt komm mal wieder runter. Komm du und lenk das Auto. Ich seh mal nach dem Ding.“ zitternd tauschte Shekar mit seinem Freund den Platz. Er krampfte sich so sehr ans Lenkrad, dass seine Fingerknöchel bereits weiß hervor traten.
„Ich werde Sie massieren, damit sie sich etwas entspannen.“ sagte die Chinesin und summte während der Massage. Als Anil gerade aus dem Wagenfenster sehen wollte, klingelte sein Handy. „Hallo kleine Pooja, wie gehts?“ „Wer ist die Schnepfe, die da zwitschert?“ „Eine Hostess.“ „Eine Hostess!?“ „Das heißt nein... sie ist Krankenschwester.“ „Bist du in irgendeinem thailändischen Restaurant?“ „Aber nein, Pooja, du liegst falsch. Nein, wir sind im Himmel und fliegen. Und dein Vater fliegt im Flugzeug vor uns. Und Shekar sitzt am Steuer und ich versuch den Fallschirm zu reparieren. Und die Krankenschwester singt uns ein Lied vor damit wir nicht nervös werden, das ist alles.“ „Anil, hast du beim Kiffen den Überblick verloren?“ „Jetzt hör mir mal zu Pooja! Ich versuche hier einen Minister aus China zu retten, also ruf ich an, wenn wir gelandet sind, okay?... Nie glaubt sie mir...“ Pooja hatte einfach aufgelegt. Kein Wunder. Anil's Story klang doch etwas weit hergeholt.
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Naina1986
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BeitragThema: Re: Taxi - Chaos auf den Straßen von Mumbai   Mo 26 Aug 2013 - 13:52

und der Rest der KG

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Gerade war eine Fahrschule unterwegs als genau vor ihnen das Taxi landete. Anil sprang sofort heraus und machte den Fallschirm ab. Shekar saß noch immer zitternd hinter dem Steuer und sah geradeaus. Erst jetzt erkannte er den Fahrlehrer im anderen Auto. Grinsend winkte er ihm zu. Dieser Fahrlehrer hatte Shekar bereits aufgegeben. 10 Mal war er schon durch die Prüfung gerasselt. Sofort kam Anil um das Auto herum und Shekar rutschte rüber. „Damit das klar ist, das war ne einmalige Gelegenheit meinen Wagen zu fahren.“ Sofort trat er aufs Gaspedal und mit quietschenden Reifen fuhren sie zu dem Aufenthaltsort des Ministers.

Ohne ein einziges Geräusch fuhr der Wagen auf das Gelände. Auch wurden die Türen äußerst leise geschlossen. Niemand sollte wissen, dass sie da waren. Shekar blickte durch das Fenster und sah wie 2 Männer den Minister ansprachen. Immer wieder schienen sie Worte zu wiederholen. Eine Hypnose.
„Ich gehe rein.“ meinte Shekar und fing an an der Wand hochzuklettern. „Bist du wirklich sicher?“ „Ich kenn mich damit aus.“ „Ich hab’n ungutes Gefühl, wenn du dich mit irgendetwas auskennst.“ schüttelte Anil seinen Kopf und er behielt Recht. Shekar übersah seinen offenen Schnürsenkel und stolperte Kopfüber in den nächsten offenen Müllcontainer. Anil verdrehte nur die Augen. Währenddessen schlich sich die junge Chinesin hinein und schlug alles K.O. was sich ihr in den Weg stellte. Schnell war der Minister befreit. Anil hatte jedoch noch immer Probleme Shekar aus dem Müll zu ziehen. Als er es endlich geschafft hatte, war Eile geboten. Sie mussten vor den Typen fliehen, die bereits wieder zu sich gekommen waren. Anil raste durch die Straßen von Mumbai. Dieses Mal war es egal, dass die Straßen wegen der Parade geschlossen waren. Sie hatten die Polizei wie sowie die Armee hinter sich. „Mein General, Sie müssen die Brücke schließen.“ gab Anil durch den Funk durch. „In 5 Minuten ist sie dichter als dicht.“ gab der Kommandant zurück. Doch dies war zu lange. Anil kannte nur einen Ausweg. Er musste alle Polizisten auf sich aufmerksam machen, die er nur fand. Ohne lange zu überlegen raste er in das nächste Polizeirevier hinein. Mit einer 180 Grad-Drehung blieb er genau vor den Polizisten stehen, welche ihn mit großen Augen ansahen.
„Hallo Mädels, na seid ihr nicht auf der Parade? Steht wohl nicht auf knackige Jungs vom Militär? Ich weiß, ihr bleibt lieber unter euch und knabbert euch gegenseitig am Zwieback. Sagt mal Leute, habt ihr Lust auf ne Love Parade? Also wer mich liebt, kommt mit...“ Den letzten Satz hatte Anil mit Absicht ein bisschen femininer ausgesprochen. Mit Vollgas raste er aus der Dienststelle gefolgt von mindestens 15 Polizeiwagen. Anil fuhr kreutz und quer. Immer noch wurden sie links und rechts verfolgt. Von der Polizei sowie den Japanern. „Schnallt euch an. Ich muss in den dritten Gang schalten.“ Alle blickten ihn mit großen Augen an. Besonders als er das Lachgas einschaltete. Bei Shekar fehlten nur noch die schlackernden Wangen. „Mein General, wie weit sind Sie?“ fragte Anil wieder über Funk. „Die Brücke ist geschlossen. Keiner kommt drüber noch drunter.“ „Perfekt.“ Mit Vollgas raste Anil auf die Brücke zu. Von weitem konnte Shekar schon die Panzer erkennen. „Du weißt schon, dass es da nicht weitergeht?“ zeigte er nach vorne. „Keine Angst. Ich probier jetzt mal mein neues Spielzeug aus.“ Und auf Knopfdruck erschien ein kleiner Joystick. Zeitgleich klappten an den Seiten kleine Flügel aus. Mit noch mehr Gas fuhr Anil über eine kleine Rampe und schon hob der Wagen ab. Die Autos hinter ihnen hatten weniger Glück und krachten frontal in die Panzer. Schnell waren die Japaner geschnappt und die Polizisten mussten sich auf eine saftige Standpauke gefasst machen wenn sie ihrem Chef erklären sollten warum die neuen Streifenwagen demoliert waren. „Ich setz sie dann bei der Parade ab.“ meinte Anil durch den Rückspiegel zum Minister, der nur noch mit dem Kopf nicken konnte.

Zeitgleich saß Pooja mit ihrer Mutter vor dem Fernseher weil ihre Mutter unbedingt die Parade sehen wollte. „Vielleicht sieht man deinen Vater?“ Doch Pooja hatte etwas anderes gesehen. Vor Erstaunen glitt ihr die Teetasse aus der Hand. Mit offenem Mund starrte sie das weiße Taxi an welches den Minister genau vor der Tribüne absetzte. Zeitgleich klingelte bei Shekar das Handy. „Dreh jetzt bloß nicht durch. Aber die Wehen haben eingesetzt und ich habe bereits das Fruchtwasser verloren.“ „Anil, wir müssen sofort ins Krankenhaus. Ishika hat Wehen.“ Ohne viele Worte, drehte Anil sofort um und raste zum Krankenhaus. Schnell erreichten sie das Gebäude und beide eilten in den Kreissaal. „Alles ist gut. Ich bin da. Du schaffst das schon.“ Ishika packte Shekar am Kragen. „Dreh jetzt bloß nicht durch. Das kann ich jetzt überhaupt nicht gebrauchen.“ „Sehen Sie auf den Bildschirm, da können Sie die Wehen sehen.“ Anil und Shekar rannten zu den vielen Monitoren. „Ja welchen denn?“ fragte Shekar. Genau in diesem Moment zeigte ein Bildschirm eine große Kurve während Ishika aufschrie. „Das ist er wohl.“ „Sagen Sie ihr sie soll pressen.“ befahl der Arzt. „Los! Pressen! Mensch Press doch mal!“ „EINE WEHE!“ schrie Anil. „Jetzt soll sie atmen.“ Sofort fing Shekar an wie wild zu atmen. „Nicht Sie! Sie!“ „Atmen, los! Atmen.“ Shekar stieß Ishika immer wieder an der Schulter an. „EINE WEHE!“ „FEST PRESSEN!“ und schon hörte man Babygeschrei. „Sie haben es geschafft. Es ist ein gesunder Junge.“ freute sich der Arzt während Shekar Anil in die Arme fiel. Ihm wurde plötzlich auf die Schulter geklopft und sofort blickte er auf die Nabelschnur. „Wollen Sie sie durchtrennen?“ Doch als Antwort erhielt der Arzt bloß einen Ohnmachtsanfall. „Wir verschieben das wohl auf später. Ich muss den erstmal neu starten.“ grinste Anil.

Als Anil gerade aus dem Kreissaal herausging, kam ihm Pooja entgegen. Ishika hatte ihr bereits Bescheid gegeben, weil Shekar nicht erreichbar gewesen war. „Was machst du denn hier?“ wollte sie von Anil wissen. „Naja, ich habe schon mal geübt wie es ist bei einer Geburt.“ „Na das arme Mädchen tut mir ja leid.“ „Ich verspreche dir, liebste Pooja, ich werde der beste Ehemann und Papa der Welt sein.“ „Das sagst du jetzt nur weil ich schwanger von dir bin. Und außerdem hast du falsch gefragt, ich bin da etwas altmodisch.“ Sofort riss Anil ihr den mitgebrachten Blumenstrauß aus der Hand, nahm ihre Hand in seine und kniete sich vor sie. „Pooja, willst du mich heiraten?“ „Kannst du mich denn lieben wie ich es verdient habe?“ „Und ob.“ „Das will ich sehen. Du hast eine Stunde Zeit.“ „Du wirst es nicht bereuen.“ schwor Anil. „Das wollen wir sehen.“ grinste sie während sie ihn auf die Beine zog und durch die nächste Tür zog. Das Schild mit der Aufschrift „Intensivstadion.“ sollte ihnen kein Hinderniss sein.

Das nächste Abenteuer stand bevor.
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Silvie
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BeitragThema: Re: Taxi - Chaos auf den Straßen von Mumbai   So 1 Sep 2013 - 1:21

Ständige Verfolgungsjagden kreuz und quer durch Mumbai, pointierte Dialoge und zündende Situationskomik.
Manchmal verwirrend, aber abwechslungsreich und unterhaltsam.
Ich habe mich oft an die französischen Komödien mit Louis de Funès erinnert gefühlt

Die Geschichte unterhält und macht Spaß


Das Glück zu erkennen, wenn es vor einem liegt, den Mut und die Entschlossenheit zu haben, es aufzuheben, in die Arme zu schließen und es festzuhalten.
Das ist die Intelligenz des Herzens.
Verstand ohne Gefühle ist reine Logik und das ist nichts besonderes.
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Aoibheal
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BeitragThema: Re: Taxi - Chaos auf den Straßen von Mumbai   Fr 22 Nov 2013 - 6:51

Also, Chaos trifft es auf den Punkt.
Kaputte Autos, schwangere Freundinnen - ich hätte dem jungen Mann auch zugetraut, dass er vor lauter Schusseligkeit versucht, den Schwangerschaftstest ins Auto einzubauen -  
Wenn man den chaotischen Verkehr in dieser Stadt bedenkt ist das ein Wunder das sie überhaupt irgendwo ankommen.
Dazu die kleinen Wortgefechte und Spielereien. Ich hab herzlich gelacht! 

Eine tol gemachte Geschichte, die mich auch teilweise an das super Duo Spencer/Hill erinnert hat.
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Taxi - Chaos auf den Straßen von Mumbai

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