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 Von der Kunst des Missverstehens

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AutorNachricht
SandySRK
User

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Weiblich Anzahl der Beiträge : 67
Anmeldedatum : 26.04.13
Ort : Sachsen-Anhalt

BeitragThema: Von der Kunst des Missverstehens   Fr 10 Mai 2013 - 0:27

SandySRK schrieb:
Huhu erstmal, ihr Lieben!

Also, ich habe (mal wieder) eine KG geklöppelt, die ca. 11 Seiten umfasst und in der "Ich - Perspektive" geschrieben ist. So ganz sicher bin ich nicht, was diese KG betrifft, da die Idee eher spontan ist/war. Dennoch möchte ich sie euch gerne vorstellen und hoffe, sie ist lesbar..

Also dann... los geht's.

~~~~~

Von der Kunst des Missverstehens

Eigentlich ist mein Leben langweilig. Ich würde mich ebenfalls als langweilig bezeichnen. Ich arbeite im Kundenberatungsabteil einer Computerfirma, stehe morgens auf, gehe arbeiten, gehe danach nach Hause und führe es weiter. Mein langweiliges Leben.

Doch da gibt es jemanden - jemanden, der so ganz anders ist, als ich. Jemand, der auf den ersten Blick gar nicht in mein Leben passt. Und doch ist er ein Bestandteil geworden. Ein wichtiger!

Oder doch nicht?!


...

Als ich an diesem Tag auf den großen Hof auf Arbeit, komme, sehe ich ihn schon vom weiten am Tor stehen. Sein Blick ist gesenkt und lässig angelehnt steht er am Gitter des Tores, ist mit seinem Handy beschäftigt. Ich gehe - ohne ihn eines Blickes zu würdigen - an ihm vorbei. Noch während ich zielstrebig den großen Hof in Richtung Gebäude überqueren möchte, huscht mein Blick doch zu ihm.

Mist, schwach geworden!

Jetzt registriere ich, dass er seinen Block gehoben hat und mich anschaut. Er wie es, ich weiß es. Dennoch: Ich bin sauer auf ihn und lasse es ihn auch deutlich spüren. Finster sehe ich ihn an und sehe plötzlich Belustigung in seinem Blick.

Mistkerl!

Ich gehe weiter und tue so, als ob er unsichtbar ist, steuere auf die Bänke zu und lasse mich nieder. Bis zum Arbeitsbeginn sind es noch ein paar Minuten Zeit. Diese verbringe ich lieber hier, als oben in meinem muffigen Büro. Als ich sitze, krame ich nach einem Buch in meiner Tasche, möchte noch einige Zeilen meines neuen Romans lesen. Plötzlich spüre ich, wie mein Handy vibriert. Ich fische es aus meiner Hosentasche und lese die gerade rein gekommene SMS.

*Es tut mir leid, dass ich dich versetzt habe!*

Wieder und wieder schweift mein Blick über diesen nur einen Satz und ich versuche hart zu bleiben, ihn nicht zu zeigen, dass seine Entschuldigung doch an meinem Ego kratzt. Wenn es ihm wirklich leid tun würde, hätte er sich ja gerade, als ich an ihm vorbei ging, entschuldigen können. Vor den Augen der anderen. Doch stattdessen hat er nur gegrinst und zugesehen, wie ich an ihm vorbeigerauscht bin.

Ich klappe das Handy zu, ohne ihm zu antworten und stecke es wieder in meine Hosentasche, lasse gegen meinen Willen doch meinen Blick über den Hof schweifen. Meine Augen suchen systematisch jeden Winkel des Hofes, besonders seinen Standpunkt von gerade, ab, finden ihn jedoch nicht. Wo kann er nur so schnell hin sein?

Leichtes Bedauern über sein Verschwinden mischt sich in meine Wut und ebenso schaue ich auch. Wieder vibriert mein Handy und innerlich ahne - nein weiß - ich, dass er es ist. Ich seufze leise und krame es wieder hervor, sehe aufs Display. Die Wut weicht augenblicklich und ich weiß nicht, ob ich rot werden, oder laut lachen soll. “Wie bitte? Eingebildeter Kerl”, zische ich und lese noch einmal seine Worte.

*Komm schon, schmoll’ nicht mehr. Ich sehe doch, dass du dich nach mir verzehrst!*


Wieder schweift mein Blick über den Hof, doch niemand, den ich mir erhoffe, ist zu sehen. Wieder kriecht die Wut über seine Dreistigkeit in mir hoch und ich beschließe, zu antworten.

*Verzehren? Mitnichten, mein Lieber. Bilde dir nur nicht zuviel ein…*

Kurzenhand stelle ich mein Handy aus und erhebe mich, gehe zielstrebig auf den Einganz des Gebäudes zu. Ich sehe mich nicht um, auch wenn der Drang, ihn zu sehen, immer größer wird.

Nein, nicht schwach werden.

Als ich die Treppe erreiche, spüre ich es. Blicke, wie Nadelstiche ruhen in meinem Nacken und abrupt bleibe ich stehen, drehe ich mich. Ich schaue in zwei dunkelbraune, fast schwarze Augen und werde rot. “Du?”, entfährt es mir leise und wieder bildet sich diese gewisse Belustigung auf seinen Lippen. Ein Aufblitzen erhellt seine Augen und untermalt nun das vollkommene Bild eines Spitzbuben. “Wer sonst, wenn nicht ich?”, erwidert er grinsend. Ich hebe das Kinn und drehe mich wieder um, lasse ihn einfach stehen.

So einfach nicht - nicht mit mir.

Ich gehe die Treppe rauf, mein Ziel vor Augen. Gefolgt von einigen anderen Leuten, tragen meine Füße mich weiter die Treppen hinauf und ich gebe keine Acht darauf, wer mir folgt, oder auch nicht. Ich will versuchen, wieder normal zu denken, denn schließlich hat mein Privatleben nichts mit meiner Arbeit zu tun. Dennoch erfasst mich augenblicklich eine Art Trauer und ich bleibe wieder abrupt stehen und lehne mich gegen die Wand des Flures, sehe die anderen Kollegen an mir vorbei ziehen. Niemand kümmert es, dass ich hier stehe, als sei ich der Wandbelag.

Kayol schrieb:
wow, das is ja mal was ganz anderes, hört sich interessant an

Silvie schrieb:
Oh ja, das liest sich wirklich sehr interessant.

Wohin willst du uns dieses Mal entführen, meine Süße? ...

Wer missversteht wen in deiner FF?
Was wird dazu führen, dass sie sich missverstehen?
Wohin wird das Missverstehen führen ...?

Hmm ... tja, Frauen und Männer!

Männer, vor denen uns unsere Mütter immer gewarnt haben, sind doch oft die interessantesten.
Gern auch überlebensgroß im Kino.

Nein, wir vergucken uns nicht etwa in zarte, rücksichtsvolle und sensible Typen, die uns zu Füßen liegen würden.

Ich frage mich ehrlich immer wieder, warum bevorzugen wir Frauen eigentlich maskuline, selbstbezogene und arrogante Mistkerle, die uns keines Blickes würdigen ...

Oder liegt es daran, dass wir die Signale missverstehen ...
Könnte ja sein ... oder?

Oder haben gerade die Männer, die sich uns entziehen auf uns eine anziehende Wirkung?

Na super ...

Ich bin wirklich schon sehr neugierig, Sandylein

SandySRK schrieb:
Oh Kommis, Dankeschöööön!

Es freut mich, dass ihr beiden mitlest!

Dann mach ich mal weiter!

~~~~~

Irgendwann ist es still und ich wische mir mit fahrigen Handbewegungen einige wirre Haarsträhnen aus dem Gesicht.

Nur locker bleiben, nicht durchdrehen!

Doch es hat mich - das Gefühl, die Kontrolle über die Situation, meinen Körper und meine Gefühle, zu verlieren. So widersprüchlich es mir auch erscheint: Er fehlt mir. Ich möchte auf der Stelle zusammensacken - nein, im Boden versinken. Warum nur fühle ich so? Hat er mir nicht deutlich genug gezeigt, dass ich scheinbar nicht mehr bin, als ein Spielzeug?

Sofort glimmt vor meinem inneren Auge die Erinnerung auf. Die, dass ich doch eigentlich gerne habe, ihn mag. Mögen?! Mehr noch!!

Ich erinnere mich an jenen Tag, als ich ihn das erste Mal sah: Ein Mann, wie er attraktiver, schöner, nicht sein konnte. Nicht sehr groß, dennoch einen Kopf größer, als ich selbst. Sein Körperbau strahlt trotz seiner eher kleinen Größe eine ungeheure Stärke aus, die ich bisher bei noch keinem Menschen gesehen habe. Sein Gang, seine Art, sein ganzes Auftreten wirkt wie die Art eines Raubtieres. Wie die Art eines Tigers. Geschmeidig und locker, selbstbewusst, fast so, als wäre er auf der Jagd. Sein Aussehen erinnert an das eines stolzen und hohen Mannes. Ein markantes Gesicht, dessen Proportionen anders gar nicht zu ihm passen würden.

Besonders herausstechend: Seine tiefen Grübchen, die sich - wenn er lächelt - auf seinen Wangen bilden. Seine geschwungenen, vollen Lippen und seine Augen, die sich verdunkeln, wenn sie etwas ganz bestimmtes sehen. Ob Wut, Verlangen oder Belustigung. Ich mag seine Augen - sehr sogar!

Ich presse mich mit den Rücken fester gegen die kühle Wand und lehne den Kopf zurück.

Wieso nur bringt er mich so dermaßen aus der Ruhe?

Ich will nicht an ihn denken, tue es dennoch. Oft, ständig! Fragen über Fragen wirbeln mir durch den Kopf und irgendwann verliere ich jegliches Gefühl über die Zeit und meine Umgebung, merke nicht, dass ich mittlerweile völlig alleine hier im Hausflur unserer Firma stehe.

Und wieder blitzt eine Erinnerung in mir auf. Die, als wir uns kennen lernten. Eine Weile arbeiteten wir, weit voneinander entfernt. Dennoch trafen sich unsere Blicke während der Pause von Tag zu Tag öfter. Und während ich eine Art Mauerblümchen, eher verhalten reagierte und im Angesicht eines so wunderschönen Mannes, rot wurde, schien es ihm ein Spaß zu sein, mich aus der Fassung zu bringen.

Sein Lächeln - spitzbübisch - signalisierte mich, dass er wohl wusste, welch Wirkung er auf mich hatte. Und irgendwann dann, kam er einfach auf mich zu und begann ein Gespräch. Wir stellten uns vor, redeten eine Weile und stellten fest, dass wir uns ähnlich waren, die gleichen Interessen hatten. Doch er schien zu merken, dass mein Interesse nicht nur rein freundschaftlicher Natur war. Wie auch sollte man bei einem solch attraktiven, gebildeten und charmanten Mann, nicht schwach werden? Unmöglich. Und er verstand es sogar. Er wusste und verstand, was ich fühlte.

Und irgendwann endete die Ära unserer Freundschaft und auch seinerseits schienen Gefühle ins Spiel zu kommen. Zumindest gab er mir das Gefühl. Seine Augen sahen mich anders an als sonst und auch seine Worte klangen anders als sonst. Liebevoller. Eben so ganz anders, als freundschaftlich. Er bat mich um ein Date. Ein richtiges Rendezvous. Mein Herz machte einen Sprung. Er wollte mit mir ausgehen. Ich sagte ja. Ja, ich wollte mit diesem und keinen anderen Mann ausgehen. Wir verabredeten uns für einen Freitagabend - um genau zu sein letzten Freitagabend, in einem kleinen lauschigen Restaurant. Nichts übermäßig luxuriöses, dennoch - es war romantisch. Ich warf mich in Schale, wollte ihm beweisen, dass ich mehr aus mir machen konnte.

Eben kein Mauerblümchen mit Schlabbersachen und dem ewig langweiligen Pferdeschwanz. Ich wollte ihm gefallen, ihm gerecht werden. Ich wollte, dass es perfekt wird und genauso wollte ich auch aussehen. Auch wenn ich auf den High Heels, die ich nur für diesen Abend gekauft hatte, beinahe eine Bruchlandung machte und das weinrote enge Kleid eher Unbehagen in mir auslösten. Ich wollte perfekt sein. Für ihn. Ich trug die Haare offen, hatte Make Up aufgelegt, welches ich zuvor nie benutzt hatte und stolperte unbeholfen ins Restaurant, suchte nach einem Tisch, den ich am Fenster fand, und wartete. Ich wartete und wartete, an diesem Abend. Doch niemand kam. Die Zeit verstrich und lief unaufhörlich davon, wie das Wachs der Kerze vor mir, auf dem Tisch. Bis mir irgendwann bewusst wurde, dass er nicht mehr kommen würde.

Er hatte mich versetzt. Ohne ein Zeichen, ohne eine Entschuldigung. Er war einfach nicht aufgetaucht. Die Erkenntnis, einfach so sitzen gelassen worden zu sein, brannte wie Feuer in meiner Seele und mühsam schaffte ich es, an diesem Abend, nicht in Tränen auszubrechen.

Dieser Mistkerl - dieser verdammte Lügner!!!

Es fällt mir wie Schuppen von den Augen und kommt mir so vor, als habe ich die letzten Minuten nur geschlafen und habe alles geträumt, was in den letzten 3 Tagen passiert ist. Ich richte mich wieder und beschließe, an meine Arbeit zu gehen. Was passiert ist, ist passiert und weder er, noch ich, können es ändern.

Ich gehe leise die Treppe zu meinem Büro hinauf, möchte niemanden stören und als ich es erreiche, schlüpfe ich erleichtert hinein, nehme hinter meinem Schreibtisch Platz und fahre meinen Arbeitsrechner hoch. Eine Weile versuche ich wirklich zu arbeiten, konzentriert und gewissenhaft, doch es gelingt mir nicht.

Verdammt!

Die Zeit verstreicht wieder und ehe ich es bemerke, ist Pause. Ich beschließe meine verbummelte Zeit nachzuarbeiten und brüte über die Unterlagen vor mir. Und unwillkürlich schleicht er sich wieder in mein Gedächtnis und ich stelle mich die Frage: War dieses Date vielleicht ein Fehler? Sollte man vielleicht aus einer Freundschaft gar nicht mehr machen? War er vielleicht überfordert mit der Tatsache, dass ich mehr in ihm sah, als einen Freund? Hatte er festgestellt, dass er nicht mehr wollte, als eine Freundschaft?

Doch wenn es dem ist: Warum hat er nichts gesagt? Und warum verdammt noch mal schreibst er mir SMS’en mit solchem Inhalt?

Ein leises Klopfen lässt mich aufschrecken, reißt mich aus meinen Gedanken und ich räuspere mich, richte meine Sachen. Man weiß ja schließlich nie, wann der Chef beschließt, eine Stippvisite zu machen. Doch mitten in einer Pause?! Gespannt sehe ich zur Tür, sehe, wie sich scheinbar wie in Zeitlupe die Klinke senkt und die Tür ebenso langsam aufgeht. Dann: Braune Augen, schwarzes Haar, geschwungene Lippen, markante Nase… Grübchen!

“Darf ich reinkommen?”, höre ich seine Stimme, als wäre er ganz weit weg. Dabei steht er gerade mal ein paar Meter entfernt vor mir. Ich starre ihn an und glaube, seine Frage ist ein Scherz. Unwillkürlich muss ich lachen. Leise - dennoch laut genug für seine Ohren. “Neeein”, entrinnt es meiner Kehle lang nach oben gezogen und giftig. “Du siehst doch, dass ich zu tun habe.” Zur Demonstration meiner Aussage verstecke ich mich hinter dem Computer und ignoriere einfach, dass er zwischen Tür und Angel steht...

Chrisha schrieb:
Ich weiß...jaaaaa, ich weiß...es liegt an den Eigenschaften, die du da so total ausführlich und genauestens aufführst...
...die braunen Augen...das shahwarze Haar...die sinnlich geshahwungenen Lippen...Grüüüüüüübchen...
...und NAHAEEeeeeeeein!!!!! ...mehr zähl´ich jetzt net auf...`*shahwitz*...
...aber...aber...aber von der Sorte Mann gibbet doch tausende und abertausende...stimmt´s???...
...wie können denn dann meine Gedanken immer wieder nur zu diesem einen, khanz bestimmten hinwandern???...
...nee nee...sag´jetzt nich´, dass kommt, weil wir hier in "seinem" Forum shahreiben...neeeee neeeeee...
...dein Aufzählen dieser markanten "Eingenshahaften" passt nur zu IHM...
...und wenn du tausend mal und mehr nich´seinen Namen erwähnst...ich weiß es doch...
...und jetzt versteck´ich mich auch hinnerm PC...und warte, dass du uns erzählst, wie ER SIE da wieder hinter vorlocken wird...!!!
...HOPPI...aber sowat von... !!!

SandySRK schrieb:
CHRISHAleinchen, ich weiß ja gaaar nicht, WEN du meinst...

*hüstel*

~~~~~

Wie festgewachsen! Als er einfach in mein Büro tritt und somit meine Aussage ignoriert, verliere ich für eine Sekunde kurz die Fassung.

Dreister Kerl!

Er schließt leise die Tür hinter sich und kommt zu meinem Schreibtisch, setzt sich ungefragt auf den Stuhl, der eigentlich Kunden gebührt. Nun ja, soweit, so gut.

“Spinnst du? Ich sagte, ich habe zu tun. Was daran hast du nicht verstanden?!”

Er lächelt. Smart, wie sooft. Doch dieses Mal wickelt er mich damit nicht ein. Ich schenke ihm lediglich ein Schnalzen mit der Zunge und… ignoriere ihn! Ein paar Minuten, die mir allerdings vorkommen, wie Stunden, herrscht Ruhe und während ich emsig wie ein Bienchen damit beschäftigt bin, für ihn beschäftigt auszusehen - ihn somit tatsächlich nicht schaffe, anzuschauen - beobachtet er mich.

Doch spüre es ganz genau und verliere langsam aber sicher das Selbstbewusstsein.

Was soll das werden? Ich starr dir dein Gesicht weg?!

Ich schlage meine Hände flach auf die Tischplatte und schaue ihn bitterböse an. “Es reicht. Was willst du noch?” Er zuckt deutlich zusammen, was mich innerlich zur Schadenfreude veranlasst.

Wow, kann man ihn also doch aus der Fassung bringen?

Okay, nun grinst er und mein Blick nimmt tieffinstere Züge an.

Was zum Teufel treibt er für ein Spiel?

“Würdest du bitte so nett sein und mir sagen, was du willst? Ich habe meine Zeit nicht gestohlen.” Er lehnt sich zurück und verschränkt die Arme, bringt mich mit diesem Verhalten fast zu einem Tobsuchtanfall. Ich stehe hingegen meiner innerlichen Unruhe einfach auf und gehe zum Waschbecken in der Ecke meines Büros, wasche mir die Hände.

Wieso? Ich weiß es selbst nicht.

Dann lehne ich mich mit dem Gesäß gegen die Kante des Waschbeckens, verschränke ebenfalls die Arme und schaue ihn an. “Okay… okay, ich nehme an, du bist hier, wegen Freitag?” Er lehnt sich weiter zurück, dreht sein Gesicht zu mir, damit der mich besser sehen kann. Dann meine ich, ein Nicken seinerseits zu erkennen.

“Okay, dann… sag was…!

'Sag was'? Noch eine intelligentere Aussage fällt dir wohl nicht ein. Du solltest ihn schlagen und beschimpfen, dass er dich einfach versetzt hat. Dummes Mädchen!

Er räuspert sich und macht Anstalten aufzustehen. Anstalten, die mich dazu veranlassen, meine Finger hinter mir, in den Waschbeckenrand zu krallen. Eine wenig sinnvolle Alternative zum weglaufen. Aber es beruhigt zumindest für den Moment.

Statt aber aufzustecken, ruckt er nur kurz mit dem Stuhl herum, um mich besser anzusehen. Jegliche Belustigung, die noch bis vor einer Minute sein Gesicht gezeichnet hat, ist verschwunden. Sein Blick verursacht nun doch steigende Nervosität in mir und ich senke meinen Blick.

“Ich kann verstehen, dass du böse auf mich bist…”, fängt er an. “Falsch! Ich bin nicht böse. Nicht im geringsten. Ich bin sauer…”, erwidere ich. “Ist das nicht das Gleiche?”, fährt er mir ins Wort und möchte wieder etwas sagen. “Stinksauer”, zische ich ihm dazwischen. “Du… du… du lädst mich zu einem Date ein und versetzt mich. Ich meine, ich… ich hätte von dir gedacht, dass du wenigstens den Anstand besitzt, abzusagen, aber… und ich habe mich extra hübsch gemacht. Und ich… ach, was red’ ich überhaupt?”

“Ich war da”, sagt er leise und sieht mich mit einem Blick an, den ich nicht definieren kann. “Wie, du warst da?”, frage ich und bin froh, mit dem Rücken zum Spiegel zu stehen, denn sicher gebe ich im Moment das perfekte Bild eines blökenden Maulesels ab.

“Ja, ich war Freitagabend da. Vor dem Restaurant. Du… du hast mich nicht gesehen, weil es draußen schon dunkel war. Und du warst… wunderschön.” Ich spüre, wie mir die Röte ins Gesicht steigt und mir meine harten Worte irgendwie leid tun. Doch Halt: Er war da?

Wieso zum Henker hat er mich einfach sitzen lassen?


“Wieso zum Henker hast du mich einfach sitzen lassen?”, spreche ich meinen Gedanken ungehemmt aus. Er steht auf und kommt auf mich zu, was mich zu der Reaktion, ihm auszuweichen, veranlasst. Ich stoße mich vom Waschbeckenrand am und tipple beinahe schon lächerlich aussehend zu meinem Schreibtisch, will mich wieder verstecken.

“Flüchtest du etwa vor mir?”, fragt er erstaunt. “Ich… nein”, entgegne ich vollkommen übertrieben.

Klar flüchte ich vor ihm.

“…würdest du mir meine Frage bitte nicht mit einer Gegenfrage beantworten?”, frage ich mit einem leichten Zittern in der Stimme. Er lächelt unwiderstehlich und bleibt stehen. Das verschafft mir einen kleinen Vorsprung und ich komme sicher hinter meinem Schreibtisch an, sacke auf den Drehstuhl.

Puh, geschafft.

Silvie schrieb:
Oh, wie ich die Art liebe, wie du mit Worten spielst ...

Obwohl, er ja im Moment von ihr beschuldigt wird, mit ihr zu spielen.


So unter uns, Sandylein ...

[Flüstermodus an] Es dürfte ein aufregendes Gefühl sein mit diesem Mann zu spielen ... Oh, da fallen mir eine Menge Spiele ein ... [Flüstermodus aus]

Reiß dich zusammen, Silvie!!!


So, und nun hol mal das Selbstbewusstsein raus und unterhalt dich mit dem Kerl auf Augenhöhe ...

Und sein unbestrittenes sehr gutes Aussehen und seine erotische Anziehungskraft ... --->

... wird jetzt ignoriert, ...


Öhm, ja ... viel Glück dabei ...


Kayol schrieb:
Ah toll

ich hoff doch mal das sie stark bleibt, wenigstens äußerlich....

Bin echt auf seine Antwort gespannt

ich denk ... ich hab mich nicht getraut wär zu einfach oder???

schnell weiter

SandySRK schrieb:
*kicher* Ich kann ihre Unsicherheit schon ein bissel verstehen. Wenn ich mit SO einem Kollegen zusammenarbeiten würde, würde ich wohl mit "Dauer-Atemlosigkeit" zu kämpfen haben.

Danke, für eure tollen Kommis, ihr Lieben!

~~~~~

...

Ein Blick auf die Uhr allerdings verrät mir, dass die Pause längst vorbei ist. Ihm jedoch scheint das egal zu sein. “Du möchtest also wissen, wieso ich dich einfach versetzt habe, ja?”, fragt er und ich nicke zögerlich, obwohl ich mir eingestehen muss, nicht mehr lange durchzuhalten, wenn er mich weiter so anschaut.

Zum Selbstschutz nehme ich wieder die “Ich verstecke mich lieber vor dir” - Position ein und kassiere wieder nur einen von diesen smarten Blitzern in seinen Augen.

Loch - wo ist das Loch, in welches ich jetzt bitte fallen kann?

Mist, es tut sich keines auf und er ignoriert rigoros die Tatsache, dass die Pause vorbei und er eindeutig im falschen Büro ist.

“Solltest du nicht lieber wieder an deine Arbeit gehen?”, kommt ein kläglicher Versuch von mir, um der knallharten Tatsache zu entfliehen, dass er mir wahrscheinlich gleich ins Gesicht sagt, was für eine unausstehliche Zicke ich bin. Er lächelt nur milde. “Ich hätte heute eigentlich frei.”

Oh, frei? Wie schön. Wahrscheinlich hast du auch keine anderen Hobbys, als ausgerechnet an deinem freien Tag deiner total überforderten und hoffnungslos in dich verschossenen Kollegin, auf die Nerven zu gehen.

“Aha, schön. Und was tust du hier, wenn du frei hast?”

Mist, schon wieder eine Frage, die weit am eigentlichen Thema vorbei geht!

“Ich wollte reden”, erwidert er und so langsam komme ich mir richtig lächerlich vor.

Dann rede doch endlich, verdammt noch mal!

“Aha, na dann…” Er nickt nur. “Okay, zurück zu deiner Frage, warum ich Freitag nicht ins Restaurant gekommen bin.”

Frage, was für eine Frage? Seine Augen. Wenn er so weiter macht, werfe ich mich gleich in seine Arme oder springe schreiend aus dem Fenster. Wir befinden uns in der vierten Etage. Könnte also gut gehen.

Ich schaue unauffällig nach links zum Fenster und überlege ernsthaft, ob ich schneller bin, als er. Ich schaue ihn wieder an. Eher nicht. Er lächelt wieder und ich beschließe meinen Plan in die Tat umzusetzen, wenn er dies noch ein einziges Mal so tut.

Nun sag doch schon, was du zu sagen hast und genieße dann deinen verdammten freien Tag. Moment mal, wieso hat er schon wieder frei und ich nicht?

Ich erwidere stattdessen sein Lächeln. Innerlich jedoch schimpfe ich mich eine doofe Kuh. Grinst dem leibhaftigen Teufel noch ins Gesicht. Wie dumm kann man eigentlich sein?

“Na ja, wie soll ich es sagen? Ich hatte… Angst…” “Angst?”, stoße ich erheitert und überrascht zugleich aus.

Angst - vor mir? Also bitte…

“Ja, Angst. Also nicht direkt. Eher vor dem, was an den Abend hätte passieren können.” “Was hätte denn passieren können?”, kommt es bissig von mir.

Ich bin ja wahrlich kein Model aber so hässlich nun auch wieder nicht. Glaubt dieser Macho etwa, ich wollte ihn anspringen?!

“Ich weiß nicht… Ich habe dich von draußen dort sitzen sehen und du warst so… so wunderschön. So verführerisch und… sexy.!

*DONG* Der Schlag ging genau ins Schwarze…

Ich schaffe es doch tatsächlich, mich an der puren Atemluft zu verschlucken und sehe ihn hustend an. “Wie… wie bitte?”, röchele ich und klopfe mir auf die Brust, erhoffe Erleichterung. Er zieht blitzschnell seine Unterlippe zwischen seine Zähne hindurch und macht dabei ein zischendes Geräusch, schaut mich wieder an.

Himmel, Herrgott, warum tut er so was mit mir?!

“Ja verdammt. Und das war es…” “Bitte was?” Ich reiße die Augen auf. “Das warst nicht du…”, kommt es erklärend von ihm.

Was? Wie bitte? Um es mit seinen Worten auszudrücken: “Wer sonst, wenn nicht ich?”


“Wie… bitte… was?”, bekomme ich nur stotternd zustande. “Ja, dieses Kleid, die Schuhe, das Make Up. Das… das warst einfach nicht du. Ich… wie soll ich es sagen? Dein Äußeres hätte mich…” Er fährt sich durchs Haar und kommt wieder näher, stützt sich an der Kante des Schreibtisches ab und hebt den Blick. “Ich hätte mich dazu hinreißen lassen, anders zu denken und zu fühlen, als ich es sonst tue…”

Wie bitte? Ich glaub, ich schaller’ dem gleich ‘n paar. Man kann’s ja auch übertreiben!

Empört schaue ich ihn an, weiß gar nicht, wie das nun wieder auffassen darf. Er schnauft leise und kommt nun um den Tisch, keilt mich fast schon ein.

Hilfe!!!

Ich schaue ihn mit weit aufgerissenen Augen an, als sich zu allem Überfluss auch noch direkt vor mich stellt und meinen Stuhl so dreht, dass mir gar nichts anderes übrig bleibt, als ihn anschauen zu müssen. Augen zusammenkneifen wäre jetzt wohl extrem lächerlich, also starre ich ihn verwirrt an.

“Du siehst aus, als ob du mich missverstanden hast”, flüstert er ernst und ich bin kurz davor, einfach vom Stuhl zu rutschen, wie ein nasser Sandsack.

Seine Augen - oh Gott, bitte!


Kayol schrieb:
Ahhhhhhhhhhhhhhh

sie tut mir ja so leid, ich kann mich sooo gut in sie hineinverstetzen
aber da muss sie wohl oder über durch
dacht mir schon dass da jetzt so was kommt
tzz

schnell weiter

Silvie schrieb:
Ein schönes Thema für eine FF, in dem so viel verpackt ist ...

Ich glaub nämlich es ist in der Tat so, dass Männer ein bisschen Angst davor haben eine schöne Frau anzusprechen.

Zum einen liegt es wohl daran, dass sie denken eh keine Chance bei ihr zu haben.
Ein Mann bekommt halt nicht gern einen Korb.

Die andere Möglichkeit ist, wenn dann noch die erwähnte angeregte Fantasie hinzu kommt ....

Überrascht stellen die Männer immer wieder erstaunt fest : „Ach echt? Ich wollte schon vorhin mit dir reden, ... ich dachte bei dir hätte ich eh nicht die geringst Chance! ..."

Ach, das delikate Ego der Männer ...

Also, Mädel ... wenn du was von dem Mann willst, dann bleibt dir nichts anderes übrig, ... es liegt an dir zu handeln!


SandySRK schrieb:
Da ich hier nur noch 2 Seiten liegen habe und ihr so schnell gelesen habt, poste ich den Rest, der diese KG schliest, heute gleich hinterher!

Ich danke euch für eure wundervollen Kommis. Ich war (wie immer eigentlich) wirklich unsicher, da es die erste "intensivere" Sache ist, die ich in der "Ich-Form" geschrieben habe.

Danke ihr Lieben!

~~~~~

.....

Er lächelt wieder, nimmt meine Aufmerksamkeit wieder voll in Anspruch. Ich muss schwer schlucken, als ich kurz auf seine Arme und Hände sehe, die links und rechts von mir, die Stuhllehnen festhalten. Als er sich dann auch noch ein Stückchen weiter zu mir herunterbeugt und mir sein nach Minze duftender Atem, inklusive seines unwahrscheinlich einladenden Aftershaves, ins Gesicht haucht, schließe ich benommen die Augen, merke, dass ich kurz davor bin, schwach zu werden.

Warum tut er mir so etwas an?

“Es ist nicht so, wie du denkst”, holt mich seine sanfte Stimme wieder zurück und ich öffne die Augen, sehe direkt in seine. Ich träume also nicht? “Wie ist es dann?”, frage ich und will kühl klingen, doch es gelingt mir nicht. “Schau mal in den Spiegel und du wirst den Unterschied bemerken”, flüstert er.

Ich schlucke wieder, haben keinen Drang, ausgerechnet jetzt in einen Spiegel zu schauen. Wieso auch? Ich sehe keinen so genannten Unterschied und weiß auch gar nicht, was er überhaupt meint.

“Ich…”, kommt es zögerlich von mir. Er lächelt wieder. Dieses selbstsichere, charmante und Belustigung unterlegte Lächeln. Eines, welches mir signalisiert, dass ich in der Falle sitze, dass er mich hat. Und wie er mich hat.

In der Sekunde, in der ich darüber nachdenke, welche Strategie er hier gerade verfolgt, frage ich mich ebenso, ob es überhaupt eine Strategie gibt. Was bilde ich mir denn ein? Blick in den Spiegel, Unterschied erkennen, Freitagabend war ich nicht ich.

Wie Schuppen fällt es mir von den Augen. Er will gar nichts von mir. Getreu dem Motto: “Aschenbrödel, schließ die Augen und träum’ weiter!” Also, was bilde ich mir ein?

Gegen meinen eigenen inneren Willen schießen mir Tränen in die Augen. Unfähig, die Hände zu heben, um zu verbergen, wie schwach ich gerade werde, starre ich ihn an. Die Tränen bahnen sich wie von selbst ihren Weg über meine Wangen und demonstrieren ihn, wie schwach ich gerade genau in dieser Sekunde bin.

Und 1000 Gedanken wirbeln mir durch den Kopf. Überfordert hebe ich schließlich die Hände, lege sie an seine Brust, um ihn von mir zu drücken. Doch in dieser Sekunde, durchfährt es mich schlagartig. Eine warme Welle erschüttert mein Innerstes und auch er scheint zu spüren, was gerade mit mir passiert. Meine Tränen scheinen ihn zu irritieren und veranlassen ihn, ein Stück weiter zurückzuweichen, als ich es kläglich schaffe, ihn von mir zu schieben. Die Kraft - körperlich, als auch seelisch - verlässt mich im entscheidenden Moment und ich schimpfe mich wieder selbst.

So einem Macho wie ihm sollte man doch die Stirn bieten. Er spielt noch nur mit mir. Nicht mehr und nicht weniger.

Als ich ihn jedoch anschaue, seine Augen sehe, kommen mir erhebliche Zweifel. Kann er denn wirklich so ein abgebrühter Kerl sein?

Wärme ist in seinen Augen zu erkennen und etwas gewisses, was ich so von ihm nicht kenne. Ein fragender Ausdruck spiegelt sich in seinem Gesicht wider. “Has… hast du etwa Angst vor mir? Ich wollte dich gewiss nicht zum weinen bringen…” Mit fahrigen Bewegungen wische ich mich die Tränen weg, schüttle schließlich eifrig den Kopf. “Es ist okay. Ich… habe… nur…” Weiter komme ich gar nicht.

“Was ich damit meine, ist doch nicht, dass ich dich nicht hübsch finde. Im Gegenteil. Du… du hast mich vollkommen falsch verstanden… Gib mir die Chance, dir zu erklären…” “Okay, dann… erkläre es mir…”, hauche ich dazwischen.

Er sucht nach Worten und die Situation nimmt eine abstrus aussehende Wende ein. Er, der sonst so selbstbewusst ist, findet nicht die richtigen Worte, um mir etwas zu erklären. In den letzten Stunden habe ich so gut wie alle Arten von Emotionen durchlebt, die ein Mensch nur haben kann. Wut, Angst, Enttäuschung, Hoffnung und… Liebe!

Liebe…!

Ich starre ihn an und wie von selbst kommt es mir über die Lippen. Leise, dennoch laut genug, dass er es versteht. Und es macht mir nichts mehr aus. Komischerweise habe keinerlei Angst vor seiner Reaktion. Was soll’s. Raus muss es doch. Und so wie ich ihn einschätze, weiß er doch längst schon, was ich empfinde. Und wenn er eben nicht so fühlt, wie ich, kann ich es nicht ändern.

Doch irgendwas veranlasst mich, ihm zu sagen, was ich empfinde. Es will muss raus, ob ich will, oder nicht. Es muss raus. Ganz leise.

“Ich liebe… dich!”

Und wieder bahnen sich die Tränen ihren Weg. Immer wieder sage ich nur diese drei Worte und wie aus dem Nichts keilt er mich wieder ein, krallt seine Finger erneut in die Lehnen meines Stuhls, kommt mir so nahe, wie es nur irgend geht. “Ich liebe dich auch…”, flüstert er und lehnt seine Stirn gegen meine, nimmt mein Gesicht schließlich in seine Hände.

“Sieh mich an. Hast du gehört? Ich liebe dich auch. Aber so…”

So? Wie so…?

“So?”, wispere ich und lasse zu, dass er mich hochzieht, mich zum Waschbecken schiebt. Ich starre irritiert in den Spiegel und als er sich dicht hinter mich stellt und ich seine Wärme spüre, muss ich abermals schwer schlucken.

“So… schau…” Er deutet mit seinen Finger auf den Spiegel und ich sehe genauer hin, verstehe immer noch nicht, was er meint. “Ich habe dich so, wie du jetzt bist, kennen und lieben gelernt, verstehst du das denn nicht? Als ich dich am Freitag dort sitzen sah, so verändert, so anders… da habe ich… ich weiß nicht… Ich habe dich nicht erkannt. Es steht dir, ohne Frage. Doch ich möchte nicht, dass du dich für mich in eine vollkommen andere Frau verwandelst.”

Ich spüre wieder Tränen in mir aufsteigen und lächle, drehe mich um und in seine Arme. Er streichelt meine Wange. “So liebe ich dich.” Sein Blick - zärtlich - schweift über mein Gesicht und er küsst meine Stirn zaghaft. “Bitte verzeih mir meine Angst. Vielleicht war ich überfordert mit der Situation an sich. Aber ich wollte dich ganz sicher nicht verletzen.”

Ich lächle wieder und nicke. “Ich verzeihe dir”, flüstere ich und sinke erleichtert in seine Arme, lehne mein Gesicht an seine Halsbeuge. Ich spüre, wie die ganze Wut dabei ist, zu verschwinden. Und ich spüre, sehe, was ich vorher nicht gesehen hatte. Das er mich um meiner selbst liebt. So, wie ich bin. Ich muss mich für niemanden verändern, verbiegen, verkleiden.

Und das er mich so liebt, wie ich bin, macht ihn zu einem ganz besonderen Menschen. Einen, der er eigentlich ohnehin schon ist. Doch ich war nur zu verletzt und stolz, dies zu sehen. Ich schmiege mich enger an ihn, genieße seine Lippen, die meine Wange liebkosen und beschließe innerlich, nie wieder so vorschnell zu urteilen.

Denn was eine Freundschaft und eine Liebe ausmacht, ist doch, dass sich beide Parteien nehmen, wie sie sind.

Und so wie er mich liebt, wie ich bin, tue ich es auch mit ihm.....

~ENDE~

Kayol schrieb:
Ahhhhhhh wunderbar...
Schön das es so ausgegangen ist.
Mensch ja das ist ja ein Missverständnis nach dem anderen gekommen.
Freu mcih schon auf deine nächste KG

liebe Grüße Kayol

Silvie schrieb:
Ohhhh, deine KG spricht mir aus tiefster Seele, Sandy Schatz

"Es gibt nichts Schöneres als geliebt zu werden, geliebt um seiner selbst Willen oder vielmehr: trotz seiner selbst."
– Victor Hugo


Ich denke, Victor Hugo schenkt uns mit seinen Zeilen einen ganz wichtigen Aspekt für die Liebe:
Lieben nicht zwingend immer wegen der vielen Abers, aber eben trotz ihnen.

Was für eine wundervolle kleine KG mit einer sooo großen Message.

An einen Menschen, den ich liebe, habe ich keine Erwartungen, denn ich liebe ihn so wie er ist.
Wenn wir jemanden lieben, so wie er ist, kann das Miteinander mit diesem Menschen unser Leben bereichern.
Treffender konnte "WAHRE" Liebe nicht beschrieben werden.

Dankeschön meine Süße, dass du diese FF mit uns geteilt hast

Chrisha schrieb:
Ohhhhh SANDYchen....
isset net khanau das, was uns hier alle zusammenbringt???...
...dieses Wissen, diese Erkenntnis, dass jeder so sein darf/soll, wie er ist...
...nicht´wie andere ihn vielleicht sehen wollen...
...oder wie er meint sein zu müssen...
...einfach nur das "ICH" zählt...
...ICH bin ICH...DU bist DU...Ihr seid IHR...und ER ist ER...
...mit allen seinen Macken und Schwächen - Ecken und Kanten...liebevollen und weniger liebevollen Seiten...Fehler und Unvollkommenheiten...
...bleiben wie man ist und so auch akzeptiert und respektiert, aber vor allem geliebt werden...
...das wichtigste unter Menschen, unter Freunden, unter Liebenden...
...UNTER UNS ...

...eine wundershahöne KG mit so viel Tiefgang...
...Khanutshah für dich, SANDYchen...

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BeitragThema: Re: Von der Kunst des Missverstehens   Mo 20 Mai 2013 - 18:32

*** Closed ***


Da beendet!


Wer noch nachträglich einen Kommi abgeben möchte, der kann das gerne hier tun:

http://bollyfanfiction.forumieren.com/f67-kommentare-zu-den-geschlossenen-ff-s


Einfach ein Topic mit dem Titel >> "Kommis zu ****** " eröffnen (wenn noch nicht vorhanden) und loslegen

Der Schreiberling freut sich auch noch nachträglich über Kommis von euch!

Danke!


Ich soll zur Hölle fahren? ......................... geht nicht, da hab ich Hausverbot!

Ke Khiladi mere saatha khelataa hai ....
Suhani ko rokna mushkil hi nahin...…………namumkin hai!
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Von der Kunst des Missverstehens

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